Emilia und der Junge aus dem Meer

Autorin, Illustratorin: Annet Schaap
Illustratorin: Karin Lindermann
Übersetzerin: Eva Schweikart
Verlag: Thienemann

freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Autorin über NetGallery

Worum geht’s

Lämpchen ist die Tochter eines Leuchtturmwärters. Durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle wird sie ihrem Vater weggenommen und als Haushaltshilfe in die Villa des Kapitäns verpflanzt, wo es ein Monster geben soll. Das Monster entpuppt sich als Junge, der sich von anderen Jungen unterscheidet. Oder doch nicht?

Meine Meinung

Hui … Wie beginne ich da wohl am besten? Schwierig, schwierig … Das Buch hat mich auf jeden Fall berührt und mitgenommen in eine Welt wie aus Lemony Snicket – A Series of Unfortunate Events. Irgendwie ist sie ziemlich düster, diese Welt. Ein düsteres Meer, ein düsterer Leuchtturm mit einem düsteren Vater darin, der im Schmerz über den Verlust seiner Frau, Lämpchens Mutter, und versinkt und sich mit Alkohol tröstet. Darin dieses Licht, das von Lämpchen ausgeht, diesem naiven Mädchen, dem eine Reihe unerfreulicher Ereignisse einfach passiert und das diese Ereignisse hinnimmt, wie es den Tod der Mutter hingenommen hat. Das sich selbst ein Bild von den Dingen macht, nicht einfach die Vorurteile anderer hinnimmt und so eine Freundschaft sucht mit einem Jungen, der es ihr nicht leicht macht. Die Geschichte hat mich in Bann gezogen, aber gleichzeitig an vielen Stellen auch wirklich abgestoßen, muss ich sagen. Daher tu ich mich mit einer eindeutigen Bewertung nicht leicht. Mein erster Eindruck an vielen Stellen war: „Das kann man in einem Kinderbuch nicht so schreiben.“ Dann ist die Geschichte aber wieder so symbolhaft und phantastisch, dass gerade diese „fürs-Kinderbuch-nicht-geeigneten-Stellen“ möglicherweise für mache Kinder eine kathartische Wirkung haben bzw. dass es genau die Stellen sind, in die sich die Kinder verlieben. Sprachlich ist die Geschichte toll (Kompliment an die Übersetzerin Eva Schwaikart), manchmal wirkt die Wortwahl, wie auch die Wahl der Namen etwas antiquiert, aber gerade das verleiht der Geschichte ihren besonderen Zauber und diesen Lemony Snicket Touch.

Fazit

Ein Buch, das bei seinen Lesern eine Bandbreite an Reaktionen hervorrufen wird. Von totaler Ablehnung bis lebenslange Liebe. Am besten, ihr werft alle Rezensionen über Bord (auch diese) und macht euch selbst ein Bild darüber.

Buchinformationen:

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH; Auflage: 2. (11. Februar 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3522184920
  • ISBN-13: 978-3522184922
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 – 12 Jahre

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