111 Theaterspiele – Übungen zum szenischen Spiel für Unterricht, AGs und Projekte

Autor: Gavin Levy
Verlag an der Ruhr

 

Worum geht’s?

„111 Theaterspiele“ stellt, wie es schon der Titel vermuten lässt, eine Ideensammlung mit Theaterspielen dar – 111 Spiele, nach Bereichen geordnet, die sich überall in der Theaterarbeit einsetzen lassen – und auch darüber hinaus. Im Klappentext verspricht das Buch, dass Schüler mit dieser umfangreichen Spielesammlung alle Hemmungen ablegen und sich voll in ihre Rolle versetzen.

Rezension

Jeder Theaterpädagoge baut seine Arbeit auf Spielen und Übungen auf, entwickelt irgendwann Lieblingsspiele und ist froh, wenn er auch mal neue Inputs bekommt. Im Fall der „111 Theaterspiele“ sind es wohl vor allem angehende Theatermacher, die hier eine Auswahl an für Jugendgruppen geeignete Übungen und Spielen bekommen. Bedient werden die typischen Bereiche, wobei die Entspannung den Anfang macht, gefolgt von Körperwahrnehmung, Beobachtung, Gedächtnisübungen, Sinneswahrnehmung, Konzentration, Ensemblearbeit, Rollengestaltung, Fantasie, Improvisation, Aktion und Reaktion, Vertrauen, Sein Ziel kennen, Neue Erfahrungen, Raumwahrnehmung, Motorik, nonverbale Kommunikation, Entscheidungen treffen, Auftreten und „um die Ecke denken“.

Eine willkürliche Anordnung der einzelnen Kapitel, ebenso willkürlich wie die Zuordnung gewisser Spiele zu gewissen Bereichen – der Bereich Entspannung beinhaltet etwa zu einem Großteil Atem- und Wahrnehmungsübungen. Zugegeben: Darin besteht auch eine Schwierigkeit bei der Verfassung eines Buches mit Theaterspielen, denn Schauspielerei ist ein weites Feld und wer einigermaßen damit vertraut ist, weiß, dass es viele Bereiche zu trainieren gilt, die auf den ersten Blick nicht mit Schauspiel zu tun haben.

Außerdem, meint der Autor im Vorwort, „können manche der Spiele in einem bestimmten Kapitel so oder mit leichten Modifikationen auch der Förderung anderer Aspekte dienen“. Wichtig ist ihm, dass im Laufe des Entstehungsprozesses eines Theaters die Gruppe zu einem Team wird, dass durch die Spiele das Eis gebrochen wird, Abwechslung und gute Laune entstehen.

Alle Spiele sind sehr verständlich beschrieben – um nicht zu sagen „idiotensicher“. Sogar Formulierungsvorschläge bringt der Autor – ich selbst fühle mich bei solchen Formulierungsvorschläge immer ein bisschen auf den Arm genommen, aber vielleicht gibt es Menschen, die sich damit sicherer fühlen. Auf die Spielbeschreibung folgen Varianten und Diskussionsanregungen und abschließend gibt es Informationen zum Hintergrund und den Lernzielen der Übung – somit ist die Übungssammlung auch für Lehrpersonen geeignet, welche die Durchführung solcher Spiele mit Kompetenzen und Lernzielen rechtfertigen müssen.

Das Buch ist benutzerfreundlich, übersichtlich und ansprechend gestaltet.

Fazit

Eine Übungssammlung, die Anfängern*innen wie Fortgeschrittenen bei der Vorbereitung von theaterpädagogischen Übungseinheiten helfen kann, mit Übungen und Spielen, die überall ohne großen Aufwand einsetzbar sind – selbst im Klassenzimmer. Kurz: Ein brauchbares Buch!

Produktinformation

  • Taschenbuch: 263 Seiten
  • Verlag: Verlag an der Ruhr; Auflage: 1 (1. August 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3834623938
  • ISBN-13: 978-3834623935

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