Seppl will nicht sterben

Autorin: Renate Londer

Verlag: BoD

 

Worum geht’s (Auszug aus dem Klappentext)

Jeder hat ihn, jeder kennt ihn, seinen inneren Schweinehund. Kennst du auch den zermürbenden Kampf, ihn zu zähmen, ihn klein zu halten? Für dich ist es höchste Zeit, dich mehr zu bewegen, dich gesund zu ernähren, abzunehmen und du schaffst es vielleicht zum ersten Mal in deinem Leben, wirklich konsequent zu sein.

Aber was glaubst du, wie es deinem Schweinehund ergeht, wenn du ihn mit dieser konsequent gesunden und kalorienbewussten Lebensweise quälst?

Wie es mir dabei ergeht? Das will ich dir nur zu gerne erzählen, viel zu lange habe ich geschwiegen und mein Schicksal ertragen! Du kennst mich nicht? Ich bin Seppl, Lores innerer Schweinehund. Und ich habe jede Menge peinliche Details aus unserem gemeinsamen Leben zu erzählen.

Rezension:

Nach „Friss oder stirb, Seppl!“ ist „Seppl will nicht sterben“ die logische Fortsetzung – zumindest dem Titel nach. Denn der innere Schweinehund der Protagonistin hat Angst, dass er mit zunehmendem Verlust des Körpergewichts seiner Eignerin auch schön langsam verschwindet. Dass er sich zur Wehr setzt ist klar und jedem bekannt, der selbst schon einen Diätversuch hinter sich hat. Den Schweinehund auf dem Cover erkennt man allerdings erst auf den zweiten Blick. Auf den ersten Blick posiert hier ein treuherzig dreinschauendes Hündchen auf einer Waage der zu viel zugemutet wurde. Die Schweinsklauen sieht man wirklich erst, wenn man nach dem Schwein sucht.

Während ich von der Vorgängergeschichte „Friss oder stirb, Seppl“ recht angetan war, muss ich sagen, dass ich mit dieser Fortsetzung so meine Schwierigkeiten hatte. Die Geschichte wiederholt sich stark und im Grunde erfahre ich für meinen Diätversuch nicht wirklich Neues, sondern muss mir die Jammereien des Seppl anhören, die für mich irgendwie nicht stimmig sind. Einerseits findet er, dass sein Frauchen ansehnlicher ausschaut, lobt auch ihr Durchhaltevermögen, andererseits tut er das, was innere Schweinehunde eben tun: er redet ihr ein Fortkommen aus. Wer den ersten Band gelesen hat, weiß, dass es Renate Londer darum geht, dass wir unseren inneren Schweinehund zähmen müssen, lernen müssen, mit ihm ein Auskommen zu haben. Das geht in dem zweiten Band verloren. Seppl nervt und leider gibt es nicht einmal ein Happy End, sondern Seppl schwört, dass er es immer und immer wieder versuchen wird, Lores Ernährungsumstellung zu sabotieren. Das entspricht sicher der Wahrheit, liest sich jedoch nicht halb so motivierend wie der erste Band. Auch an Ernährungstipps und Erklärungen, warum welche Lebensmittel nicht oder nicht kombiniert gegessen werden sollen, bekomme ich im zweiten Band weniger herein und so bleibt ein Gefühl der Unzufriedenheit.

Auch der zweite Band über Seppl, den inneren Schweinehund, liest sich locker – mehr als zwei Abende habe ich nicht investiert. Renate Londer hat einen witzigen, humorvollen Stil, der dem Leser an vielen Stellen ein Schmunzeln entlockt – das ist in Band 2 gleich geblieben.

Fazit:

Für Liebhaber von „Friss oder stirb, Seppl“ bietet dieser zweite Band nicht wirklich viele Überraschungen, neue Leser ziehen kaum Erkenntnisse aus dem Buch.

 

Produktinformation

  • Taschenbuch: 308 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (12. Juli 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3752824042
  • ISBN-13: 978-3752824049

 

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