Lied des Lebens

Autorin: Ann-Kristin Vinterberg
Verlag: Books on Demand

Worum geht’s (Klappentext):

Als Nora die Wohnung ihrer Mutter auflöst, findet sie Briefe eines Unbekannten. Warum hat ihre Mutter die Briefe behalten? Könnte es sein, dass sie nun endlich das Rätsel um die Identität ihres Vaters lösen kann?

Nora reist kurzentschlossen nach Dänemark. Doch dort findet sie den Jazzmusiker Jonathan, der ihr Leben und ihre Pläne durcheinanderbringt …

Ann-Kristin Vinterberg hat einen überaus berührenden Roman über die Liebe geschrieben; er handelt von Vergebung, vom Lieben und Loslassen und der Aussöhnung mit der eigenen Vergangenheit. Nordisch herb und mit leisen Tönen.

Rezension:

Einen Abend lang habe ich mich mit Ann-Kristin Vinterbergs Buch „Lied des Lebens“ unterhalten und ich habe mich gut unterhalten. Die Autorin hat einen flüssigen Erzählstil, kommt ohne allzu viele Schnörkel aus und erzählt eine wunderschöne Liebesgeschichte, die gleichzeitig eine Art Spurensuche ist. Vor allem sprachlich hat sie’s drauf. Ihre Dialoge sind aus dem Leben gegriffen, ihre Figuren sympathisch und greifbar. Trotzdem bleibt nach dem Umblättern der letzten Seite bei mir ein Gefühl der Unzufriedenheit. Warum?

Ich hatte das Gefühl, die Autorin vertraut ihrer Geschichte nicht. Sie horcht nicht wirklich in ihre Protagonistin hinein und lässt deren Gefühlen zu wenig Raum und Zeit, um sich zu entwickeln. Manche Reaktionen der Figuren muten daher vorschnell oder unmotiviert an. Gleichzeitig legt die Autorin mehrere Erzählstränge aus, die nicht zur Geschichte beitragen: die krebskranke Mutter, die Schwangerschaft von Siri, der Unfall ihres Mannes, die Audition, … Die Spurensuche verläuft dafür im Sand und auch das hinterlässt ein Gefühl der Unzufriedenheit.

Insgesamt hätte es die Geschichte, die wirklich sehr interessant angelegt ist, verdient, ein bisschen ausreifen, wachsen zu dürfen. Dann wäre das Buch möglicherweise in einem Atemzug mit Lucinda Riley und ähnlichen Größen zu nennen. Sicher hätte das Buch dann auch einen Verlag gefunden und müsste sich jetzt nicht als Book on demand präsentieren, mit den gewohnten Fehlerchen, die jedem Autor unterlaufen (dürfen), beim Lesen aber halt dann doch auffallen. Verdienen würde es die Autorin auf jeden Fall.

Fazit:

Ein lesenswertes Buch, in dem viel Liebe für Dänemark steckt und das auf jeden Fall bei einem Dänemark-Urlaub mit in die Reisetasche gehört – dazu eine Jazz-CD und auch ein paar Papiertaschentücher.

Produktinformation:

  • Taschenbuch: 236 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (21. August 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3752868562
  • ISBN-13: 978-3752868562

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